Der Landesverband Burgenland stellt sich vor:

Im Landesverband Burgenland gibt es 6 Bezirksverbände und 43 Orts-/Stadtverbände mit ca. 3.500 Mitgliedern. Wir sind in allen Bezirken, mit Ausnahme des Bezirkes Mattersburg, vertreten.

Wer sind wir und was wollen wir?

Die Wurzeln des ÖKB liegen in den ehemaligen Veteranen- und Heimkehrerverbänden. Deren größtes Anliegen war es, den Witwen und Waisen ihrer Kameraden zu helfen und invalide Kameraden, die von keiner öffentlichen Stelle Hilfe bekamen, zu unterstützen.

Diese Hilfegemeinschaft hat sich im Laufe der Jahre in eine Wertegemeinschaft gewandelt und sich ganz klare Ziele in den Statuten gesetzt:

  • Erhaltung des Friedens in Freiheit und Förderung des Vaterlands- und Heimatgedanken unter dem Motto  "Nie wieder Krieg"
  • Völkerverständigung
  • Pflege der soldatischen Tradition
  • Bekenntnis zur umfassenden Landesverteidigung und Förderung des Wehrgedankens
  • Gedenken für alle Opfer aller Kriege
  • Aktive Mitarbeit und Mitgestaltung unseres Lebensraumes in Gemeinden und Land und Staat
  • Pflege der Kameradschaft untereinander
  • Wir sind überparteilich und überkonfessionell


Wie setzen wir unsere Ziele um?

  • Jede unserer Veranstaltungen ist eine Demonstration für den Frieden, denn kein Soldat wünscht sich Krieg, sondern liebt den Frieden in Freiheit
  • Wir sind die größte Friedensorganisation in Österreich mit ca. 250.000 Mitgliedern
  • Im Zeichen der Völkerverständigung haben bereits etliche burgenländische Verbände Freundschaftsverträge mit ungarischen Verbänden geschlossen, um die nachbarlichen Beziehungen auch auf kameradschaftlicher Ebene umzusetzen.
  • Wir pflegen soldatische Tradition, indem wir an allen militärischen Veranstaltungen, zu denen wir eingeladen werden, teilnehmen; sowie zur Verantwortung, Disziplin und Wehrbereitschaft stehen.
  • Jährlich gedenken wir bei den Kriegerdenkmälern in den Orten der gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden.
  • In unseren Heimatorten bringen wir uns als Verein in den Gemeinden ein. Wir führen Veranstaltungen mit Gästen aus allen umliegenden Bundesländern durch.
  • Wir sind auch Botschafter unserer Heimat, da wir unser Burgenland in den anderen Bundesländern würdig vertreten und viele Freundschaften kameradschaftlich pflegen und Kameraden ins Land bringen.
  • In fast keinem anderen Verein gibt es so viele Möglichkeiten sich zu begegnen. Wir haben Mitglieder im Alter von 16 bis "unendlich" und begegnen uns mit dem kameradschaftlichen "Du". Wir versuchen auf diese Art den alten Kameraden zu helfen, ihnen zuzuhören und ihre Sorgen zu teilen.
  • Im Kameradschaftsbund gibt es keinerlei Voreingenommenheit gegenüber anderer Parteien oder Konfessionen, denn wir sind überparteilich und überkonfessionell !

Was ist im Burgenland anders?

Der Landesverband Burgenland hat ca. 3.500 Mitglieder. Wir glauben das sind viele, stimmt nicht!  - allein der Bezirksverband Hartberg hat mehr Mitglieder.

Woran liegt es?
Unser Burgenland ist das jüngste Bundesland und war bis 1921 Westungarn. Dadurch fehlen uns in vieler Hinsicht historische Wurzeln und Traditionen.
Wir haben nicht einmal einen burgenländischen Trachtenanzug. Viele Versuche wurden unternommen, aber von bleibenden Erfolg war keiner. Wenn jemand als Mitglied auftreten will, sollte er sich einen speziellen Anzug machen lassen, was aber für viele junge Kameraden eine finanzielle Hürde darstellt. In den anderen Bundesländern sind Trachtenanzüge selbstverständlich und für alle Zwecke (Feiern, Veranstaltungen) attraktiv.

Das Burgenland war immer Grenzland und hat daher zu unserem Bundesheer eine ausgesprochen positive Einstellung.
Aus falschem Ehrgeiz haben viele Funktionäre es versäumt die Verantwortung für ihren Verein in jüngere Hände zu legen und so haben etliche Soldaten und junge Männer den Vereinen den Rücken gekehrt. Wir hoffen, dass sich dies in Zukunft ändern wird, denn wir freuen uns über jeden Militärangehörigen und jeden anderen, der zu uns kommt und Verantwortung übernehmen möchte.

Weiters haben wir im Burgenland noch immer viele Pendler. Viele junge Leute sind von Montag bis Freitag nicht zu Hause und arbeiten auswärts. Wenn sie am Wochenende heimkommen hat die Familie, der Hausbau, usw verständlicher Weise Vorrang.

Trotzdem hoffen wir, dass wir neue Mitglieder gewinnen können und das Weiterleben unseres Verbandes gewährleistet ist.

Unser Ursprung

Nach den Schlachten von Custozza und Königgätz (1866) entstanden die ersten Veteranenvereine. Sie kümmerten sich um die Invaliden und Hinterbliebenen, um die Durchführung von Feiern zum Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden sowie um die Pflege der Kriegerdenkmäler und Grabstätten. Diese Grundaufgaben haben wir im Prinzip bis heute beibehalten.

Wir sind gemeinnützig und sozial

Die Gemeinnützigkeit ist in unseren Statuten klar geregelt - dort heißt es unter Punkt 3:
"Zweck des Landesverbandes: Der Landesverband verfolgt gemeinnützige, ideelle, mildtätige und wehrpolitische Zwecke, die im allgemeinen Interesse der Republik Österreich und seiner Bürger liegen. Die Tätigkeit des Landesverbandes nützt dem Gemeinwohl auf geistigem, kulturellem, sittlichem und materiellem Gebiet. Sie ist von einer selbstlosen Gesinnung getragen.
Der Landesverband dient ausschließlich und unmittelbar der Förderung steuerlich begünstigter Zwecke. Die Anregung zur Kameradschaft und zum Gemeinschaftssinn sind mittelbares Ziel. Der Landesverband ist nicht auf Gewinn ausgerichtet."

Die Stadt- und Ortsverbände des NÖKB haben eine überaus hohe soziale Kompetenz.
Jährlich werden viele tausend Euro für in Not geratene Kameraden, Familien oder gemeinnützige örtliche Einrichtungen gespendet.
Gundvoraussetzungen sind dafür unsere Veranstaltungen, deren Erlös gespendet wird.

Ein Paradebeispiel ist unser "Haus der Kameradschaft", das in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts im SOS Kinderdorf in Hinterbrühl vom NÖKB errichtet wurde. Seither werden jährich von einem anderen Hauptbezirk die Kinder finanziell  unterstützt und (Sanierungs-)Arbeiten am Haus und im Garten von Kameraden durchgeführt.

Im Folgenden einige Beispiele.

Unser Bekenntnis zu den christlichen Werten

Unsere Weltanschauung fußt auf den christlichen Werten des Abendlandes.

Mit hunderten Veranstaltungen - Friedensmessen, Gedenkgottesdiensten (vor allem um Allerheiligen), Wallfahrten, Andachten etc. - bezeugen wir unser Bekenntnis zum christlichen Glauben. 

Wir unterstützen Wehrpflicht und Bundesheer, sind überparteilich

Bei der Volksabstimmung haben wir uns vehement für Wehrpflicht und Zivildienst eingesetzt - wir wollen, dass jeder von uns unser Österreich unterstützt, wir wollen etwas für unseren Staat tun und nicht nur ständig etwas von ihm verlangen.

Wir haben unseren Ursprung im (Bundes)Heer. Daher sagen wir ein klares "JA" zu unserem Bundesheer, unterstützen unsere Soldaten, wo immer wir können - vor allem in unseren Medien und mit positiver Mundprobaganda in ganz Niederösterreich.

Politische Parteizugehörigkeit spielt dabei in unseren Reihen keine Rolle. Alle Männer und Frauen sind uns willkommen, wenn sie unsere Werte respektieren und leben.

Wir sind aber nicht unpolitisch: Wenn z. B. das Bundesheer nicht das notwendige Budget bekommt, das es zur Erfüllung seiner in der Verfassung verankerten Aufgaben braucht, sagen laut und deutlich, was notwendig ist. Und wir haben mit unseren fast 30.000 Mitgliedern Gewicht und Stimme im Land.

Unsere "Uniform", Tradition und Fahnen

Und fesch sind wir sowieso ... unsere "Uniformen" sind die Trachtenanzüge (bevorzugt der "Niederösterreicher" und der "Steirer") sowie das Dirndl.

Einige unserer Verbände treten in historischen Uniformen auf - Tradition pur.

 

Unsere Fahnen

Jeder unserer Stadt- und Ortsverbände ist im Besitz einer Fahne oder einer Standarte - genauso wie der Landesverband.

Zu welchem Anlass ein Stadt- oder Ortsverband auch aufmarschiert, die Fahne geht immer voran – sei es zu Fronleichnam, sei es zu Allerheiligen, sei es bei der Landeswallfahrt, sei es zu Festen und Feiern oder sei es bei einem Begräbnis. Man möchte fast sagen: „Die Fahne begleitet uns Kameraden von unserem Eintritt in unsere Gemeinschaft bis zum Tod.“

Strukturierung und das kameradschaftliche "Du"

Unsere kleinsten Einheiten sind die Orts- und Stadtverbände, die eigene Statuten haben, die im Einklang mit denen des Landesverbandes stehen.
Zwischengeschaltet sind die Bezirks- und Hauptbezirksverbände (= politischer Bezirk) und der jeweilige Viertelsverband (= Viertel des Landes).
Darüber stehen nur der Landesverband Niederösterreich und der Bundesverband, in dem der Landesverband durch den Präsidenten sowie  Bundesfunktionären, die der Landesverband entsendet, vertreten wird. 

Wir pflegen das kameradschaftliche "Du"
Unter unseren Mitgliedern ist es üblich, sich mit dem kameradschaftlichen "Du" anzusprechen.